Kolumne Life & Style

Home-Studium – Fluch oder Segen?

November 26, 2020

Es ist Montag der 23. November 2020 7:45. Mein PC ist an, das Tablet liegt bereit und die Vorlesung kann starten.

Ich sitze also an meinen Schreibtisch (zum Glück haben wir sogar ein Büro) und starte mit einer Vorlesung im Fach Physiologie. Den ersten Kaffee habe ich natürlich auch schon getrunken, um erstmal richtig wach zu werden und den bevorstehenden Lernstoff überhaupt aufnehmen zu können.

Für mich ist die online Lehre nichts neues mehr, denn auch schon unser Sommersemester fand ausschließlich virtuell statt. Zum Winter begannen wir damit, zumindest einige Seminare und die Praktika in Histologie, Biochemie und Physiologie in Präsenz zu absolvieren. Doch dann stiegen die Zahlen weiter und weiter.

Also alles auf Anfang und wieder zurück zur online Lehre.

Ich möchte mit diesem Beitrag keine politischen Diskussionen lostreten, sondern lediglich meine Erfahrungen und Empfindungen zum Thema “Home-Studium – Fluch oder Segen?” mit euch teilen.

Lasst uns Klartext reden …

 

Viel zu oft bekomme ich zu hören: “du musst ja jetzt unglaublich viel Zeit haben…” oder “so würde ich auch gerne studieren wollen”. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile, auch die online Lehre.

Ich persönlich komme ganz gut zurecht mit der aktuellen Situation, doch war das nicht von Beginn an so. Abgesehen von dem organisatorischen Chaos und den dadurch entstandenen Hürden musste man sich komplett neu strukturieren.

Man braucht Selbstdisziplin und davon reichlich.

 

 

Selbstdisziplin braucht man deshalb, da nicht alle Veranstaltungen verpflichtend sind. So haben wir täglich eine Vorlesung von 90 Minuten, die zwar freiwillig ist, aber dennoch den Stoff für die Prüfung enthält.

Wenn man also ein oder zwei Tage keine der Vorlesungen anschaut, hat man sich selbst schon einen kleine Lern-Stau gebastelt.

Daher habe ich damit angefangen, meinen Tag mit To-Do Listen zu organisieren und strukturieren. Denn zu den Vorlesungen kommen dann noch Vorseminare, Nachseminare und Praktika. Also einiges, was es abzuarbeiten gilt.

 

Gerade im Bereich der Vorlesungen sehe ich einen großen Vorteil, denn man kann sein Tempo verwenden und das Gesagte einfach wiederholen. Im Bereich der Seminare habe ich eine gespaltene richtige Meinung, denn hier finde ich es zwar gut wegen 2 Stunden nicht in die Uni fahren zu müssen, jedoch war die Motivation sich aktiv am Unterricht zu beteiligen in Präsenz wesentlich höher.

 

Abschließend lässt sich also sagen, dass ich ohne diese Strukturen vermutlich einfach so in den Tag hinein leben würde und es dann kurz vor den Prüfungen mehr als bereuen würde.

Wie geht es euch mit dem Studieren oder Arbeiten von zuhause aus? Kommt ihr damit zurecht?

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