5 facts about me
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5 facts about me

Mrz 09, 2018 6 Comments

5 Fakten über mich von denen ihr sicher noch nichts wusstet.

 

  1. Mein Traum Ärztin zu werden und die Wirklichkeit

Im Leben läuft eben nicht alles nach Plan, dass musste ich mit meinen naiven 20 Jahren damals auch feststellen. Schon vor dem Abitur war mir klar, dass ich unbedingt Medizin studieren will, man braucht dafür natürlich ein gutes Abitur, dessen war ich mir bewusst, dennoch viel mein Notenschnitt eher mittelmäßig aus.  Deshalb machte ich nach meinem Abitur einige Praktika, begann eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin und war dann fest davon überzeugt relativ zeitnah einen Studienplatz zu bekommen.

Was soll ich sagen, wir schreiben das Jahr 2018 und welch Überraschung ich habe immer noch keinen Platz für ein Medizinstudium. 7 Jahre sind inzwischen vergangen, natürlich blieb es nicht bei einem Praktika und der kleinen Ausbildung. Als mir dann doch meine Zweifel kamen, schnell einen Studienplatz zu ergattern, begann ich eine Ausbildung zur Rettungsassistentin und nun arbeite ich schon seit 6 Jahren in der Notfallrettung, aber dazu später mehr.

Jedes Jahr aufs neue begann also der Bewerbungsstress von vorne, obwohl man genau wusste, dass man sicher erst über die Wartesemester (aktuell 14) einen Platz an der Uni bekommt, hoffte man immer wieder doch Glück zu haben.

Ich kann euch sagen die letzen 6 Jahre waren wirklich die Hölle wenn es um das Thema Studium ging, viele Tränen, viele Wutausbrüche. Wieso dürfen die anderen studieren? wieso ist das System so ungerecht? wie alt soll ich denn noch werden? Solche und andere fragen schossen mir ständig durch den Kopf, geprägt von Selbstzweifel gab es auch Zeiten in denen ich einfach alles aufgeben wollte. Aber immer wieder riss ich mich zusammen und kam zu dem Entschluss, dass es einfach keine andere Perspektive für mich gab als Ärztin zu werden. In diesem Jahr habe ich nun meine 14 Wartesemester voll, die Bewerbungsphase beginnt demnächst, was für mich bedeutet wieder einmal hoffen und bangen ob es nun endlich klappt. Man weiß ja nie ob die Auswahlverfahren vielleicht nicht doch wieder geändert wurden.

Also drückt mir die Daumen 🙂

 

2. Rettungsassistentin in der Notfallrettung

2012 begann ich meine Ausbildung zur Rettungsassitentin und legte 2013 erfolgreich mein Staatsexamen ab. Nun arbeite ich also schon seit 6 Jahre auf diesem Beruf und möchte hier nun endlich mal etwas aufräumen in den Köpfen der Bevölkerung.

Die Kollegen und ich arbeiten 12h Schichten, Tag und Nacht, Wochenende und Feiertags, egal ob es regnet, stürmt oder schneit. Aber wieso tun wir das?  Des Geldes wegen ganz bestimmt nicht, denn in diesem Beruf verdient man wirklich nicht viel, die Tarifbedingungen sind im Internet öffentlich sichtbar, also macht euch einfach mal ein Bild was man in dieser Branche so verdient. Es kommt ja nicht von ungefährt, dass viele meiner Kollegen und auch ich noch einen zweiten Job haben, um sich das Leben etwas angenehmer gestalten zu können.

Die Notfallrettung, darunter stellt sich der Bürger natürlich spektakuläre Einsätze mit viel Blut und schweren Verletzungen vor. Um euch kurz auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen, ja wir haben auch Schwerverletzte, aber die Realität sieht dann doch etwas anders aus. Der Großteil unserer Arbeit besteht tatsächlich aus ganz unspektakulären Einsätzen, teilweise sogar aus unnötigen Einsätzen. Wie ich so etwas sagen kann? Na ganz einfach, würdet ihr den Rettungsdienst rufen, weil ihr Durchfall habt oder seit Tagen Bauchschmerzen? Tja der Großteil der Bevölkerung tut genau das. Der Hausarzt wird einfach mal übersprungen, man möchte lieber gleich in die Klinik und natürlich mit dem großen Taxi des Rettungsdienstes.

Viele denken sich jetzt sicher, dass ich total verbittert bin und nur negatives beschreibe, aber glaubt mir in den Jahren hat sich ziemlich viel aufgestaut und das System ist einfach nur Krank und das macht mich ziemlich wütend und traurig, denn der Rettungsdienst hat keine Lobby, bei uns ist es nicht wie bei Lufthansa oder anderswo. Wir können nicht einfach streiken und mehr Geld oder bessere Arbeitsbedingungen aushandeln, bei uns entscheidet die Krankenkassen, wieviel und wofür es Geld gibt.

Aber nun genug beschwert, es gibt auch schöne Einsätze bei denen wir Menschen wirklich helfen können, sei es physischer oder psychischer Natur.

 

3. La Familia

Die Familie, über die möchte man in den sozialen Medien ja nicht unbedingt alles erzählen, dennoch gehören sie für mich einfach dazu, denn ohne sie wäre ich nicht der Mensch der ich heute bin.

Ich wurde von meinen Eltern, die beide Selbständig sind (selbst und ständig) eher streng erzogen, genau wie meine Geschwister. Aber heute denke ich, dass es genau richtig war, wer weiß was sonst aus mir geworden wäre ;).

Wir sind eine fünfköpfige Familie und auf dem Dorf großgeworden, mein älterer Bruder ist gestern 31 Jahre geworden, verrückt wie die Zeit vergeht. Er ist Informatiker und ich bin wirklich stolz auf ihn. Dann haben wir noch unser Küken, die im Februar 22 Jahre wurde, sie studiert in Bayern Jura, auch auf sie kann man einfach nur stolz sein. Wir sind zwar alle etwas verstreut aber finden immer die Zeit uns zu sehen und unsere Eltern zu besuchen, denn ohne Familie geht es einfach nicht. Noch heute erwische ich mich dabei, wie ich bei meinem Dad anrufe weil ich wieder irgend etwas nicht auf die Reihe bekomme. Unsere Eltern haben uns immer in allem so weit es für sie möglich war unterstützt, dafür danke ich ihnen.

Seit Mai 2012 habe ich meine eigene Familie, also meinen Partner, den ich ganz bestimmt nicht mehr hergeben werde. Er gehört zu einer Sorte Mann die es heutzutage nicht mehr oft zu finden gibt. Er ist so intelligent, belesen, verständnisvoll und er kann so toll kochen. Wir ergänzen uns wirklich perfekt und seit einigen Wochen haben wir nun unseren kleinen Deutschen Pinscher Welpen “Sherlock” und ja er heißt tatsächlich so.

An dieser Stelle möchte ich auch meine Großeltern gedenken, die ich leider nicht alle kennen lernen durfte, aber ich bin mir sicher das sie immer ein Auge auf uns haben.

 

4. Waschanlagen Phobie

Ein kleiner Funfact für euch. Ich habe tatsächlich Angst vor Autowaschanlagen, selbst als Beifahrer bekomme ich sobald das Auto sich in Bewegung setzt Schweißausbrüche und möchte einfach nur aussteigen.

Das bedeutet also, dass mein Mann für mich mein Auto waschen muss oder ich es eben von Hand waschen. Wieso ich so ein Schiss habe weiß ich leider auch nicht.

Das Gemeine an der Sache ist, dass in unsere Waschanlage sogar einige Skelette hängen, ein Traum für Angsthasen wie mich.

 

5. Morgenmuffel

Okay, wenn meine Kollegen oder mein Mann oder meine Familie diesen Beitrag lesen, ist es für sie sicher keine Überraschung mehr.

JA ich bin ein Morgenmuffel und was für einer, ohne meinen ersten Kaffee und vor 8 Uhr braucht mich niemand an zu sprechen.

Ich glaube es war schon immer so, als Kind habe ich immer meinen Vater verflucht wenn er mich für die Schule geweckt hat, heute verfluche ich meinen Wecker und die Menschen die meinen mir Morgens ihr halbes leben zu erzählen. Ich kann da wirklich böse werden.

Also kleiner survival Tip, gebt mir Kaffee und ein paar Stunden Zeit, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

 

 

Nun wisst ihr etwas mehr über mich und konntet hoffentlich etwas schmunzeln dabei, als ich mir den Beitrag nochmal durchlas musste ich wirklich kurz lachen.

Habt ihr auch solche “Facts about me” über die ihr gerne schreiben würdet?

 

salut ma vie

6 Comments

  1. Du kannst mega auf dich stolz sein, was du im Leben schon alles erreicht hast☝️ ich bin es 😉
    Und dein Studiumsplatz bekommst du dieses Jahr auch ✊💕

    1. Das ist lieb von dir, danke <3

  2. Vielleicht wirst du ja noch eine erfolgreiche Influencerin und kannst davon leben. Deine Posts und Bilder auf Instagram sind soooo toll.

    1. Danke dir 🙂

  3. Monatsrückblick #4 - salutmavie

    […] Uni Bewerbung stand an. Seit 7 Jahren bewerbe ich mich nun für einen Studienplatz in Medizin (Lese hier mehr darüber) und hoffentlich war es dieses Jahr auch das letzte mal. Also drückt mir fleißig die Daumen, dass […]

  4. 5 unverzichtbare Dinge - salutmavie

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